Umfeld

Unternehmerische Herausforderungen

«Die Welt ist risikoreicher geworden.» Das ist die Hauptaussage der Global Risk Landscape-Umfrage, welche BDO 2017 durchgeführt hat.

Bei der Studie wurden 500 Geschäftsleitungsmitglieder in 55 Ländern zu den gegenwärtigen und künftigen Geschäftsrisiken befragt. Nahezu alle befragten CEOs gaben an, dass ein Misserfolg in der Einführung oder der Umsetzung von Neuerungen rund um den technologischen Wandel zu den grössten Geschäftsrisiken zählt. Gewinner und Verlierer werden sich künftig unterscheiden durch die Fähigkeit, sich anzupassen, die relevanten Informationen erfolgreich auszuwerten und zu multiplizieren sowie durch Investitionen in die richtigen Technologien.

In der Schweiz stehen gegenwärtig verschiedene Gesetzesänderungen an, welche auch für BDO Kunden von Bedeutung sind.

Datenschutzgesetz wird revidiert

Ab dem 25. Mai 2018 tritt die Datenschutz-Grundverordnung der EU in Kraft. Die Verordnung hat direkte Wirkung auch für Schweizer Unternehmen. Dies zum Beispiel, wenn die Unternehmen Waren oder Dienstleistungen in der EU anbieten und dabei Personendaten bearbeiten. Gleichzeitig soll das Datenschutzgesetz in der Schweiz den neuen technologischen und gesellschaftlichen Entwicklungen angepasst werden. Mit dem Ziel, die Transparenz von Datenbearbeitungen zu verbessern und die Selbstbestimmung der betroffenen Personen über ihre Daten zu stärken.

Schweizer Unternehmen sind künftig mit erhöhten Dokumentations-, Auskunfts- und Meldepflichten konfrontiert. Deshalb sollten sich Unternehmen frühzeitig mit den neuen Anforderungen auseinandersetzen und interne Abläufe und Weisungen auf die neue Gesetzgebung abstimmen.

Steuervorlage 17

Die Schweiz hat sich verpflichtet, gewisse Steuerprivilegien für rund 24 000 Firmen abzuschaffen. Der Bundesrat hat die Eckwerte für die Neuauflage der «Unternehmenssteuerreform III» verabschiedet. Das Thema dürfte 2018 unter dem Namen «Steuervorlage 17» (SV17) zum politischen Schwergewicht werden. Die SV17 unterscheidet sich nicht grundsätzlich von der Erstauflage. Als Kompensationsmassnahme sieht die Vorlage eine Erhöhung der Dividendenbesteuerung bei bedeutenden Firmenbeteiligungen vor. Dieses politische Ansinnen wird von mehreren Seiten bekämpft. Aber auch die zweite angedachte Kompensationsmassnahme, eine Minimalvorgabe für die Kinder- und Ausbildungszulagen in den Kantonen, dürfte es politisch sehr schwer haben. Die Diskussion wird sich somit vor allem um diese Kompensationsmassnahmen und damit um eine Mehrheitsfähigkeit in beiden Räten und bei den Stimmberechtigten drehen.

Handlungsbedarf bei der Revision

Im Zusammenhang mit der Revision des Aktienrechtes werden auch Anpassungen des Revisions- und Revisionsaufsichtsrecht angestrebt. Verbesserungspotenzial wurde beispielsweise bei den Anforderungen an die Zulassung der Revisoren erkannt. Gemäss den heutigen gesetzlichen Bestimmungen reicht die Zulassung als Revisor nicht für die Durchführung von Spezialprüfungen. Dazu ist der höhere Ausbildungsgrad des Revisionsexperten erforderlich. Im Bereich der KMU soll sich aber auch der zugelassene Revisor für sämtliche gesetzlichen Prüfungsdienstleistungen qualifizieren können. Die Zulassungskriterien gilt es deshalb massvoll anzupassen.

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